Ein breites, dunkles Band zieht in weitem Bogen durch das quadratische Bild, von oben links nach unten rechts. Seine dunkelbraune Oberfläche ist in kleine Schollen zersprungen. In den Rissen leuchtet Orange auf, als glühe darunter noch etwas nach.
Links davon liegt helle, cremefarbene Erde, von feinen Rissen durchzogen. Rechts geht sie in Grau und Braun über und bricht nach unten in weiße Platten auf, wie eine Salzkruste.
Oben rechts liegt, was zurückgeblieben ist: ein zerknicktes, rostiges Mopedkennzeichen, ein Zahnrad, zerdrückte Getränkedosen in einer Mulde, kleine Metallteile. Halb sind sie in den Boden eingesunken, als hätte das Land begonnen, sie aufzunehmen.
Das Bild zeigt einen Ort, nachdem die Menschen gegangen sind. Was einmal gebraucht wurde, liegt nun still im ausgetrockneten Boden.
Was bleibt von dem, was wir zurücklassen?


Zur Entstehung
Den Impuls gaben Fundstücke aus der andalusischen Landschaft: Zahnräder, zerdrückte Getränkedosen, kleine Metallteile und ein zerknicktes Mopedkennzeichen. Dazu kamen eine Dürreperiode in Andalusien und die Landflucht, die verdorrte Felder mit Resten der Zivilisation zurücklässt. Mit diesen drei Gedanken habe ich mich durch das Bild treiben lassen und die Fundstücke mit dick aufgetragenen, schweren Strukturpasten verbunden. Das dunkle Band ist aus Cracklepaste. Aufgetragene Eisenspäne bringen echten Rost ins Bild, auf dem Kennzeichen ist er von selbst gewachsen. Der Rost ist versiegelt. Die dunklen, „schmutzigen“ Farben sind bewusst gewählt.
Werk Nr. 293 Dürre
Jahr: 2024
Serie: Lost Places
Fundstück: Zahnräder, Getränkedosen, Metallteile, Mopedkennzeichen
Technik und Material: Acryl in Mixed Media mit Cracklepaste, schweren Strukturpasten, Marmormehl, Eisenspänen und Fundstücken aus Metall (Rost versiegelt) auf Leinwand mit Keilrahmen
Maße: 70 × 70 × 4 cm
Status: verfügbar
Information und Kauf
Preis auf Anfrage · Versand versichert innerhalb der EU. Die aktuelle Preisliste schicke ich dir gern mit.
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