Zunächst die Theorie hinter der Fragestellung. Anschließend folgen dann die persönlichen Handhabungen dazu..
Die Festlegung eines angemessenen Preises für deine Kunstwerke ist entscheidend für den Erfolg als Künstler‘in. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die sowohl objektive als auch subjektive Aspekte berücksichtigen.
1. Marktanalyse:
Untersuche den aktuellen Kunstmarkt, um ein Gefühl für die Preisgestaltung ähnlicher Werke zu erhalten. Besuche Ausstellungen, Galerien und Online-Plattformen, um die Preise von Künstler‘innen mit vergleichbarem Stil und Erfahrungsniveau zu vergleichen.
2. Künstler’innenfaktor bestimmen:
Ein gängiger Ansatz ist die Berechnung des Preises anhand der Formel: (Höhe in cm + Breite in cm) × Künstlerfaktor. Der Künstler’innenfaktor reflektiert deine Bekanntheit, Erfahrung und den Marktwert. Anfangs empfiehlt es sich, mit einem niedrigeren Faktor (z. B. zwischen 2 und 4) zu starten und diesen mit zunehmendem Erfolg zu erhöhen.
3. Material- und Arbeitskosten:
Berücksichtige die Kosten für Materialien wie Leinwand, Farben und Rahmen sowie die aufgewendete Zeit für die Erstellung des Kunstwerks. Eine Methode ist die Berechnung des Preises durch Addition der Materialkosten und der Arbeitszeit, multipliziert mit einem angemessenen Stundensatz.
4. Größe des Kunstwerks:
Größere Werke erfordern in der Regel mehr Material und Zeit, was sich im Preis widerspiegeln sollte. Die Anwendung der oben genannten Formel hilft dabei, die Größe angemessen zu berücksichtigen.
5. Nachfrage und Bekanntheit:
Die Nachfrage nach deinen Werken und ihre Präsenz auf dem Kunstmarkt beeinflussen die Preisgestaltung. Eine steigende Nachfrage rechtfertigt höhere Preise. Regelmäßige Ausstellungen und Medienpräsenz können deinen Bekanntheitsgrad erhöhen und somit den Wert der Kunstwerke steigern.
6. Konsistenz:
Achte darauf, dass deine Preisgestaltung konsistent ist. Ähnliche Werke sollten zu vergleichbaren Preisen angeboten werden, um Vertrauen bei Kaufenden aufzubauen.
7. Flexibilität bei Preisverhandlungen:
Sei bereit, in bestimmten Fällen Preisnachlässe zu gewähren, beispielsweise bei Sammelkäufen oder an treue Kunden. Stelle jedoch sicher, dass solche Nachlässe moderat bleiben, um den wahrgenommenen Wert deiner Kunst nicht zu mindern.
Die Preisgestaltung ist ein dynamischer Prozess, der regelmäßige Überprüfung und Anpassung erfordert. Mit wachsender Erfahrung und Bekanntheit solltest du deine Preise entsprechend anpassen, um den Wert deiner Kunstwerke angemessen zu reflektieren.
Ich persönlich gestalte bei manchen Bilder den Preis ganz nach „Bauchgefühl“, insbesondere dann, wenn es für mich einen persönlichen hohen Stellenwert hat z.B. wenn besonders teure Materialien verwendet wurden… oder wenn sehr viel Arbeitszeit in das Bild geflossen ist. Und manchmal, weil ich „eine geniale Idee“ eins zu eins umsetzen konnte. Zu emotional? Macht nichts! Der Käufer/die Käuferin wird meine Begeisterung spüren und sich vielleicht davon mitreißen lassen, etwas „Besonderes“ zu kaufen…
Wie gestaltest du deine Preise? Erzähl mal!

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