Vorab mein persönlicher Umgang mit Rahmungen…
Grundsätzlich rahme ich meine Bilder nicht. Die Wahl des Rahmens ist eine sehr persönliche Entscheidung und hängt davon ab, was als „passend“ empfunden wird. Oft hat der Kunstschaffende eine andere Vorstellung als die Person, die das Werk kauft. Zudem spielt auch die Verwendung des Kunstwerks eine wichtige Rolle: In welchen Räumen oder Gebäuden soll es hängen?
Da all diese Aspekte nicht vorhersehbar sind, erscheint es mir sinnvoller, die Bilder ungerahmt zu verkaufen.
Hier einige Bespiele… mein Favorit wären den letzten beiden… und deiner?














Aspekte der Rahmung von abstrakten Kunstwerken
Die Rahmung von Kunstwerken spielt eine entscheidende Rolle in der Präsentation und Wirkung eines Bildes. Besonders bei abstrakten Acrylbildern – die oft durch lebendige Farben, markante Strukturen und unkonventionelle Kompositionen bestechen – ist die Wahl des Rahmens von zentraler Bedeutung. Doch welche Aspekte sollten Künstler, Sammler und Kunstliebhaber bei der Rahmung von abstrakter Acrylkunst beachten?
1. Die Funktion der Rahmung
Die Rahmung eines Kunstwerks hat mehrere Funktionen:
- Schutz: Ein Rahmen kann das Kunstwerk vor äußeren Einflüssen wie Staub, Feuchtigkeit oder physischer Beschädigung schützen.
- Präsentation: Ein gut gewählter Rahmen lenkt den Blick auf das Kunstwerk und unterstützt dessen ästhetische Wirkung.
- Integration in den Raum: Der Rahmen hilft dabei, das Kunstwerk in das gestalterische Konzept eines Raumes einzubinden.
Besonders bei abstrakten Acrylbildern, die oft durch ihre starke Eigenwirkung brillieren, sollte die Rahmung diese Funktionen erfüllen, ohne vom Werk abzulenken.
2. Rahmenlos oder gerahmt?
Eine wichtige Frage bei abstrakten Acrylbildern ist, ob das Werk überhaupt gerahmt werden sollte. Viele Künstler und Sammler entscheiden sich für eine rahmenlose Präsentation, insbesondere wenn die Leinwand selbst als Teil des Kunstwerks verstanden wird. Keilrahmen mit sauber umgeschlagenen Kanten oder bemalten Seiten verleihen dem Werk ein modernes und minimalistisches Erscheinungsbild.
Wenn ein Rahmen gewünscht ist, sollte dieser bewusst zur Unterstützung des Kunstwerks gewählt werden.
3. Materialwahl: Holz, Metall oder etwas ganz anderes?
Die Materialwahl des Rahmens beeinflusst die Wirkung des Kunstwerks erheblich:
- Holzrahmen: Natürliche Holzrahmen verleihen dem Werk eine warme und organische Note. Sie eignen sich besonders gut, wenn das Bild Erdtöne oder andere natürliche Farbpaletten aufweist.
- Metallrahmen: Ein schmaler Metallrahmen, etwa aus Aluminium, vermittelt eine moderne, minimalistische Anmutung. Diese Rahmung ist ideal für abstrakte Werke mit kühleren Farbpaletten oder geometrischen Kompositionen.
- Unkonventionelle Materialien: Für experimentelle Acrylbilder kann auch ein Rahmen aus ungewöhnlichen Materialien wie Plexiglas, Beton oder recycelten Materialien die unkonventionelle Natur des Werks hervorheben.
4. Farbwahl des Rahmens
Die Farbe des Rahmens sollte nicht mit den dominanten Farben des Bildes konkurrieren. Klassische Wahlmöglichkeiten sind:
- Neutral (Weiß, Schwarz, Naturholz): Diese Farben harmonieren meist mit der abstrakten Bildsprache und lenken nicht vom Kunstwerk ab.
- Akzentfarben: Eine mutige Wahl kann sein, den Rahmen in einer Farbe zu wählen, die einen subtilen Kontrast oder eine Verstärkung der Farbwirkung des Bildes erzeugt.
5. Passepartout: Ja oder nein?
Ein Passepartout wird häufig mit Papierarbeiten in Verbindung gebracht, kann aber auch für kleinere Acrylbilder auf Holz oder Leinwand eine interessante Lösung sein. Es schafft Distanz zwischen Bild und Rahmen und lenkt den Fokus auf das Kunstwerk. Bei großformatigen Acrylbildern wird hingegen selten ein Passepartout verwendet, da der Fokus auf der Leinwand selbst liegt.
6. Glas oder offen?
Die Frage, ob ein Bild hinter Glas gerahmt werden sollte, stellt sich vor allem bei Acrylbildern, da diese oft eine strukturierte Oberfläche haben. Glas kann in solchen Fällen Reflexionen verursachen und die Textur verdecken. Eine offen gehaltene Rahmung bietet den Vorteil, die Haptik des Werks direkt erfahrbar zu machen.
7. Rahmen und Raumharmonie
Der Rahmen sollte nicht nur das Kunstwerk unterstützen, sondern auch zum Raum passen, in dem es ausgestellt wird. Hier sind einige Tipps:
- Moderne Interieurs: Schlichte, minimalistische Rahmen aus Metall oder unbehandeltem Holz.
- Klassische Räume: Verziertere Rahmen können einen interessanten Kontrast zu einem modernen abstrakten Kunstwerk schaffen.
- Galerieästhetik: Eine äußerst reduzierte Rahmung oder rahmenlose Präsentation eignet sich gut für eine cleane, professionelle Wirkung.
Fazit: Die richtige Balance finden
Die Rahmung abstrakter Acrylbilder erfordert eine sensible Balance zwischen Zurückhaltung und Unterstützung der Bildwirkung. Die Wahl von Material, Farbe und Stil sollte das Kunstwerk in den Mittelpunkt rücken, ohne es zu dominieren. Ob mit Rahmen, rahmenlos oder unkonventionell präsentiert – die Rahmung sollte stets das Ziel verfolgen, die Einzigartigkeit des Kunstwerks zu unterstreichen.
Wie ist deine Meinung dazu? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Diskutiere gerne mit :-)

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